Fotografie
Die im Fall des Vulkansausbruchs in Tonga erkennbare Bildarmut avancierte zu einem ästhetischen Versprechen: zu einem Bild, das uns in Zukunft noch gezeigt werden muss. Dieses “Erwartungsvakuum” könnte - vor allem bei zunehmender zeitlicher Diskrepanz zwischen Bild und Ereignis - die Katastrophe aus dem medialen Beobachtungsfokus kippen lassen und lediglich zu einer Meldung "unter vielen" dekradieren. In Anabtracht der immensen humanitären Folgen ist das ein überhaus tragischer Ausblick.
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Identität
Bilder sind überall. Sie begegnen uns in Präsentationen, auf Webseiten, in Broschüren, auf Social Media – und oft ohne dass wir bewusst registrieren, wie stark sie wirken. Sie strukturieren Informationen, erzeugen Aufmerksamkeit und prägen, wie wir Menschen, Organisationen und Inhalte wahrnehmen. Gleichzeitig bleibt ihre Wirkung häufig unsichtbar und unreflektiert: Viele Entscheidungen über Gestaltung entstehen aus Erfahrung, Geschmack oder Konvention – selten aus Klarheit. Dieses Magazin setzt genau an diesem Punkt an.
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